Kategorie-Archiv: Mission

»Unendlich geliebt« – im Gespräch mit Mandy von gekreuzsiegt.de

»unendlich geliebt«
»unendlich geliebt«

Mandy betreibt den erfolgreichen Blog gekreuzsiegt.de. Dieses Jahr hat sie ihre Einkaufswagen-Chip-Aktion unendlich geliebt gestartet. Die kreative Idee: Einfach nach dem Supermarkt-Besuch Chip mit „unendlich geliebt“-Botschaft im Einkaufswagen „vergessen“. Die Finder können über die Webadresse auf der Rückseite mehr erfahren. 471.000 Stück davon hat sie bereits drucken lassen und an fleißige Chipverteiler versendet und zahlreiche Rückmeldungen von Chip-Findern erhalten.

Im dritten Interview der Reihe zur Kreativen Mission sprach ich mit ihr darüber, wie sie auf die Idee gekommen ist, über Mission im Internetzeitalter und darüber, mit der Botschaft dorthin zu gehen, wo die Menschen sich aufhalten.

Hi, Mandy. Deine Einkaufswagen-Chip-Aktion schlägt gerade hohe Wellen. Wie bist du auf die Idee zu der Aktion gekommen?

Eine Freundin hatte die Idee, dass ich doch für den Blog Einkaufswagenchips bedrucken könnte. Hm, klar warum eigentlich nicht? Aber lediglich die Webseite drauf zu schreiben, war mir dann doch zu langweilig und sieht so nach Eigenwerbung aus. Mit Karsten, meinem Mann, hab ich dann überlegt, was man auf die Rückseite des Chips schreiben könnte. Wir hatten einigen Ideen. Ich pickte dann seinen Vorschlag „unendlich geliebt“ raus und wolla … die „unendlich geliebt“ Chips waren geboren.

Warum war es dir wichtig die Aktion zu starten?

Weil es mir wichtig ist Menschen im Alltag zu erreichen, sie zu begeistern, zu ermutigen und neugierig zu machen auf Gott. „Unendlich geliebt“ – Gott ist die Liebe in Person (1. Johannes 4, 16) – er kam als Mensch auf diese Erde um DICH zu treffen und um DEINE Hand anzuhalten. Was für ein Gott?!

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Unendlich geliebt ist die zentrale Message von Jesus. Ein Menschenrecht, das zu erfahren. Jeder Mensch ist geliebt – unabhängig von Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religion, Denomination, Aussehen, Charakter, Geschlecht und Style. Du bist unendlich geliebt – egal ob du 12-jähriges Scheidungskind, 17-jährige alleinerziehende Mama, 48-jähriger Frührentner, 69-jähriger hinduistischer Bettelmönch oder 95-jähriger Ex-Nazi mit Kriegstrauma bist. Du bist geliebt! Du kannst das glauben, darüber nachdenken, diskutieren, es leugnen, aber nicht ändern. Jesus hat keine Kosten und Mühen gescheut, um Dich mit Gott zusammenzubringen.

Ich finde, das muss jeder erfahren und erleben!

Als ich groß wurde, war es noch sehr angesagt, zum Missionieren auf die Straße zu gehen, Lieder zu singen und Flyer zu verteilen. Heute fällt das vielen Christen die ich kenne – ich selbst eingenommen – nicht mehr so leicht. Was meinst du? Braucht es im Internetzeit-Alter andere Wege um mit Menschen ins Gespräch zu kommen? Oder ist die Straßen-Evangelisation doch noch nicht ausgestorben?

Ich bin kein auch kein Typ, der auf die Straße geht und Menschen anlabert. Das heißt nicht das es nicht richtig ist … mich selbst stößt das meistens eher ab und deshalb mache ich es auch bei anderen nicht. Ich versuche kreativ zu sein und denk ich mir Möglichkeiten aus, wie man Menschen da abholt, wo sie stehen. »Unendlich geliebt« – im Gespräch mit Mandy von gekreuzsiegt.de weiterlesen

Kreative Mission: „Menschen lieben, anstatt verkrampft hip sein zu wollen“ – Im Gespräch mit Michael Sengle von Steiger Deutschland

Das Misssionswerk Steiger entstand Anfang der Achtziger in Amsterdam. David Pierce und seine Band „No Longer Music“ gingen schon damals (und heute immer noch) in die Punk-Clubs um das Evangelium zu predigen. Mittlerweile ist Steiger über die ganze Welt verteilt, organisiert Musikfestivals, betreibt Jüngerschaftsschulen etc. Mit Steiger-Deutschland „Chef“ Michael Sengle sprach ich über die verändernde Kraft von Musik, darüber erst einmal selbst mit Gott ins Reine zu kommen und über die Macht der persönlichen Bekehrungsgeschichte.

Hi Michael, Du arbeitest bei Steiger Deutschland. Magst Du uns kurz erzählen, was das internationale Missionswerk Steiger so besonders macht?
Besonders klingt so nach „besser als andere“… uns ist wichtig, einfach dahin zu gehen, wo Menschen sich aufhalten, wo sie gerne sind. Dabei fragen wir uns (und sie) was sie beschäftigt, worüber sie sich Gedanken machen. Denn so oft verbringen wir Zeit im geschützten Rahmen der Gemeinde oder z.B. auf christlichen Festivals, dass wir ganz schön weit weg von der Lebensrealität kirchendistanzierter Menschen sind. Uns ist also zum einen das Hingehen wichtig, zum anderen das Überlegen, wie wir Menschen, die oft ein stark von Vorurteilen geprägtes Bild von Christen haben, erzählen können, wer Gott wirklich ist. Also suchen wir die passende Sprache und ein Medium, das die Leute anspricht.

Ganz praktisch arbeiten wir viel mit Musik und Kunst. Und wenn ich noch etwas anfügen darf, was uns anscheinend auszeichnet: Vor kurzem hat mir ein Mitarbeiter gesagt, dass er sich gar nicht vorstellen könnte in einer Gemeinde oder einem anderem Werk mitzuarbeiten, denn da dürfe man sich nicht wirklich während der Arbeitszeit Zeit nehmen, um „Gott zu suchen“, d.h. Zeit mit Gott zu verbringen. Ich kenn’ mich da nicht so gut aus wie er, aber bei uns ist es immer wichtig anzuhalten und zuerst mal nach Gott zu fragen.

Und was sind Deine Aufgaben bei Steiger?
Ich habe vor Jahren die lokale Arbeit in Karlsruhe gestartet und vor knapp vier Jahren an neue Leiter übergeben. Im Hintergrund bin ich der „Leiter von Steiger in Deutschland“, was sich viel wichtiger und größer anhört als es ist. Wir haben Leute in drei verschiedenen Städten und die sind selber so gut, dass sie weitgehend selbständig arbeiten; ich bin theoretisch ihr Chef. Daneben war ich jetzt viele Jahre Teil des Leitungsteams von Steiger International, wo es eher darum ging, strategische Entscheidungen zu treffen und die Gesamtvision von Steiger weltweit weiterzuentwickeln. Meine Basisarbeit ist der Aufbau eines internationalen Zentrums von Steiger in Krögis, einem kleinen Dorf in der Nähe von Dresden. Dort haben wir jeden Sommer eine zehnwöchige internationale Schule zum Thema „Mission unter jungen Erwachsenen“, dieses Jahr mit ca. 60 Teilnehmern. Wir wollen noch mehr Raum schaffen, um Menschen, die spirituell auf der Suche sind, dort die Möglichkeit zu geben für eine gewisse Zeit mit Christen zusammen zu wohnen und Fragen zu stellen. Und zudem dient der von uns gekaufte Hof als Zentrum für Künstler, die ihre Begabung evangelistisch einsetzten wollen.

Zur Zeit bin ich tatsächlich viel mit Organisation und Finanzen, also insgesamt Büroarbeit beschäftigt, wobei dazu auch gehört, ein Festival zu planen, was sich dann nicht ganz so langweilig anhört. Dann predige ich noch ab und zu in Gemeinden und Jugendgottesdiensten, halte Seminare und möchte bald mal wieder etwas machen, wo ich näher an den Leuten dran bin, weil ich grade definitiv zu viel Zeit im Büro verbringe. Insgesamt aber liebe ich meinen abwechslungsreichen Job. Kreative Mission: „Menschen lieben, anstatt verkrampft hip sein zu wollen“ – Im Gespräch mit Michael Sengle von Steiger Deutschland weiterlesen

Kreative Mission: „Den Gesunden Menschverstand nicht ausschalten“ – im Gespräch mit Werberin Eva Jung

Eva Jung ist Kreativdirektorin bei gobasil. Nebenbei schreibt sie unter godnews.de ins Internet, entwirft Bibelspruchkarten (wertvollwort.de und menschjesus.de) und bringt missionarische Spots ins Kino. Gerade hat sie ihr erstes Buch über Crowdfunding finanziert. Für die Reihe zur Kreativen Mission sprach ich mit ihr über Übergabegebete auf Webseiten, Zielgruppen-Werbung auf dem Missionsfeld und darüber, wie man Menschen Gedankenanstöße mit auf den Weg gibt.

Hi Eva. Du arbeitest erfolgreich in der Werbebranche. Nebenbei setzt Du Deine Kommunikationsfähigkeiten immer wieder für missionarische Projekte ein. Braucht Gott im neuen Jahrtausend eine Werbeagentur?
Solange Gott uns in seine Pläne miteinbezieht (und das tut er, meines Wissens, seit der Schöpfung), braucht er seine Leute auch in Werbeagenturen. Mindestens genauso dringend, wie in Supermärkten, am Bahnhof, im Orchester, im Museum, in der Bank, im Internet, an der Werkbank, in der Industrie, Forschung, Medizin – einfach überall eben …

Zum ersten Mal bin ich durch gottspricht.com auf Deine Arbeit aufmerksam geworden. Damals hast Du durch Crowdfunding eine Menge Geld zusammengebracht, um einen evangelistischen Werbespot ins Kino zu bringen. Wie bist du auf die Idee zu der Aktion gekommen?
Ich hatte den Spot für eine andere Aktion geschrieben. Dafür kam er dann aber nicht zum Einsatz. Befreundete Filmer wollten ihn unbedingt drehen – so hatten wir irgendwann den Spot, aber kein Geld, um ihn im Kino zu schalten. Zunächst wollten wir Geld zusammenlegen (ca. 5.000 Euro), um den Spot in Hamburger Kinos zu veröffentlichen. Am Ende hatten wir eine enorm große Crowdfundingaktion losgetreten – längst bevor es Crowdfundingplattformen gab. Unglaublich viele Leute taten sich zusammen und wollten den Film auch in den Kinos ihrer Städte haben. Am Ende kamen 130.000 Euro zusammen und der Film lief für 4 Wochen in über 800 Kinos in ganz Deutschland!

gottspricht.com
Fingerabdruck aus Bibelstellen: gottspricht.com

Kreative Mission: „Den Gesunden Menschverstand nicht ausschalten“ – im Gespräch mit Werberin Eva Jung weiterlesen

Kreative Mission: Wie gebe ich Gottes Botschaft im neuen Jahrtausend weiter?

Quelle: Saraware / wikimedia.org
Quelle: Saraware / wikimedia.org

(19) Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, (20) und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Das sagt Jesus in Matthäus 28, 19-20. Der Missionsbefehl. Harter Stoff, wenn ich so darüber nachdenke, wie vielen Menschen ich in den letzten Jahren die Botschaft, die Jesus gelehrt hat, weitergegeben habe. Es kommt mir vor, als waren das nicht viele. Hoffentlich täusche ich mich.

Nur wie evangelisiert man eigentlich richtig? Und was zählt alles als Missionsarbeit? Als ich aufgewachsen bin, war es noch ziemlich beliebt, in den Innenstädten auf die Straße zu gehen, Lieder zu singen und „Jesus liebt dich“-Flyer zu verteilen. Ich weiß nicht, wie euch das geht: Aber ich nehme heutzutage an solchen Aktionen nicht mehr teil und es würde mir sogar komisch vorkommen. Dabei kenne ich Menschen, die auf diesem Wege zum ersten Mal mit der Kirche in Kontakt gekommen sind – und dabei geblieben sind!

Wie würde gute Straßenevangelisation im Jahr 2013 wohl aussehen? Lieber Gospel-Chor statt Wandergitarre? Performance-Kunst statt Megafon? Die heißen Getränke zum Verteilen müssten natürlich bleiben, soviel steht fest.

Dann gibt es ja noch die Freundschaftsevangelisation. Gute Sache. Nur – reicht es meinen Freunden vorzuleben, dass ich Christ bin, oder muss ich sie auch ständig zutexten?

Ganz klar, Mission ist ein wichtiges Thema, dass Jesus uns mit auf den Weg gegeben hat. Aber der Schatten, über den man springen muss ist groß. Und dann will man schließlich niemand mit plumpen Missionierungsversuchen vergraulen. Doch wie dringt man zu den Herzen der Menschen durch?

Um dieser Frage nachzugehen starte ich hier auf dem Blog eine Interview-Reihe zum Thema „Kreative Mission“ und werde mal schauen, was es für kreative Ansätze gibt, die frohe Botschaft im Jahr 2013 zu verkünden.

Hier geht es zu den Gesprächen:

“Den Gesunden Menschverstand nicht ausschalten”
– im Gespräch mit Werberin Eva Jung

“Menschen lieben, anstatt verkrampft hip sein zu wollen”
– Im Gespräch mit Michael Sengle von Steiger Deutschland

»Unendlich geliebt« – im Gespräch mit Mandy von gekreuzsiegt.de

Gerne nehme ich in den Kommentaren noch Vorschläge für Interviewpartner entgegen.